Unser Team: Joachim Lorenz, ehrenamtlich Fahrer

Motto: „Altruismus ist besser als Egoismus“

Wie kamst Du zu HOPE?

Als Rentner habe ich Zeit, die ich gerne sinnstiftend für Menschen einsetze, die Hilfe benötigen. Und die Zahl in Armut lebender Menschen auf Mallorca ist durch die Corona-Krise leider dramatisch gestiegen. Anfang 2021 recherchierte ich nach Organisationen, die sich für Bedürftige einsetzen. Die Grundidee von HOPE, Menschen zu helfen, die unverschuldet in Armut geraten, hat mich sofort angesprochen.

Ich schrieb eine Mail und dann ging es ganz schnell. Schon ein paar Tage später brachte ich mit meinem Transporter eine Lidl-Spende von Llucmajor nach Santanyí – Weihnachtsmänner und allerlei saisonbezogene Süßigkeiten.

 

Was machst Du bei HOPE?

Ich arbeite als Fahrer. Auf meinen Touren hole ich Spenden für unsere Kunden ab. Mal geht es zur Banco de Alimentos nach Palma und zu verschiedenen Supermärkten, um aussortierte Lebensmittel abzuholen. Mal bringe ich die Spenden zu unseren sechs inselweiten Verteilstationen oder auch zu Kunden, die ihre Wohnung nur schwer verlassen können. An einigen Tagen hole ich Kartoffeln oder Eier von Agrarunternehmen ab. Manchmal fahre ich auch zu privaten Spendern, um Betten, Tische oder sonstige Möbel mitzunehmen. Unglaublich, in welchem Tempo HOPE in einem Jahr gewachsen ist. Auf der ersten Fahrt war ich noch mit meinem privaten Lieferwagen unterwegs, inzwischen hat die Stiftung zwei eigene Kleintransporter.

 

Was schätzt Du an Deiner Arbeit?

Am meisten Freude bereitet es mir zu sehen, wie andere sich über die Spenden freuen. Wenn ich diese Dankbarkeit spüre, weiß ich, dass sich mein Einsatz lohnt. Überhaupt schätze ich den direkten Kontakt und Austausch mit unseren Kunden wie auch den freiwilligen Mitarbeitern in den verschiedenen Stationen.

 

Ein Erlebnis, dass Dich besonders berührt hat?

Eines? Da könnte ich ganz viele nennen. Aber eine Fahrt mit unserem Sozialarbeiter Oscar ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Vor ein paar Wochen sind wir gezielt Brücken in Palma und Arenal abgefahren, unter denen Obdachlose leben. Da die Nächte im Winter sehr kalt sind, hatten wir warme Kleidung, Schuhe und Decken dabei. Es war sehr ergreifend zu sehen, wie viele Menschen in notdürftigen Bretterverschlägen leben müssen, weil ihnen die Wohnung gekündigt wurde.

 

Was ist HOPE für Dich?

Eine geniale Organisation, die zum richtigen Moment am richtigen Platz gegründet wurde, um die Existenz für Menschen in Not zu sichern.

 

 

 

 


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