Unser Team: Cynthia Alarcón Jiménez, Stationsleitung Santanyí

Motto: „Kannst du andere dankbar machen, bist du auf dem richtigen Weg.“

Wie kamst Du zu HOPE?

Auslöser war ein Post über die Unterstützung bedürftiger Menschen in den sozialen Medien. Mir war sofort klar, dass ich helfen und meinen Beitrag leisten möchte.

Was machst Du bei HOPE?

Ich leite die Station in Santanyí. Gemeinsam mit meinem Team kümmere ich mich um die Verteilung von Lebensmitteln und anderen Dingen, die Familien benötigen.

Was schätzt Du an Deiner Arbeit?

Die Freude, Menschen zu helfen, die durch unsere Arbeit erkennen, dass sie nicht allein sind und es Hoffnung gibt. Es erfüllt mich, mit ihnen zu sprechen, sie kennenzulernen, nach der Familie und den aktuellen Herausforderungen zu fragen. Dabei ist empathisches Zuhören eine zentrale Eigenschaft – und ein Geschenk, das Verbindung schafft. Auch wenn wir nicht alle Probleme lösen können, hilft es, sich für die Menschen Zeit zu nehmen und sich für ihr Leben und ihre Sorgen zu interessieren.

Ich mag die herzliche Atmosphäre und den Teamgeist in unserer Station. Bei uns arbeiten auch Menschen, die selbst Lebensmittel abholen. Gemeinsam engagieren wir uns für ein Ziel. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass ich mich auf alle im Team verlassen kann. Wir verstehen uns gut, respektieren und unterstützen uns gegenseitig. Es ist ein Geben und Nehmen nach dem Prinzip „Ich gebe dir ein bisschen und dafür engagierst du dich, anderen etwas zu helfen.“ Dieser Gedanke gefällt mir.

Ein Erlebnis, dass Dich besonders berührt hat?

Eine Person war einmal unendlich dankbar für einen Schokoriegel, den wir verschenkt haben. Solche Reaktionen bestärken mich darin, dass kleine Dinge einen großen Wert haben!

Was empfiehlst Du Menschen, die Unterstützung benötigen, aber noch Zweifel haben?

Kommt einfach in einer der Verteilstationen vorbei. Bei HOPE empfangen wir jeden mit offenen Armen. Es ist unsere Aufgabe, zu helfen. Wir wissen, dass der erste Besuch besonders schwierig ist. Einige Menschen schämen sich, dass sie auf Hilfe angewiesen sind. Dann beruhigen wir sie erst einmal. Wir erklären, dass wir gerade schwierige Zeiten durchleben, die allen viel abfordern und es völlig okay ist, Unterstützung anzunehmen. In Gesprächen gehen wir dann auf ihre Ängste und Bedürfnisse ein.

Eine respektvolle Atmosphäre, in der sich unsere Kunden gut aufgehoben und wertgeschätzt fühlen, ist eine wichtige Basis unserer Arbeit. Niemand verlässt uns mit leeren Händen. Sollten beim ersten Besuch nicht alle notwendigen Papiere vorhanden sein, geben wir zumindest einen kleine Lebensmittelspende mit. Wenn die Menschen spüren, dass wir ihnen zuhören, uns interessieren und sie nicht die einzigen in einer schwierigen Lage sind, entwickeln sie Vertrauen.

Und was empfiehlst Du Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten?

Meldet euch in einer unserer Stationen oder ruft im Büro an. Wir finden für jeden einen passendes Zeitfenster, um sich zu engagieren.

Was gibt Dir Kraft?

Die Dankbarkeit der Menschen zu spüren, wenn wir mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder anderen dringend benötigten Gegenständen helfen können. Es bedeutet mir viel, das Glänzen in den Augen der Kinder zu sehen, wenn sie sich in der Station ein Spielzeug abholen dürfen. Ist ein Kind ungeduldig oder drängelt sich vor, erklären wir, warum es wichtig ist, auf andere Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu unterstützen. Das funktioniert eigentlich immer. All diese Momente erfüllen mich mit Energie.

Natürlich gibt es auch anstrengende Situationen. Dann trägt mich die Vorstellung, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Es gibt viele Menschen, denen es sehr sehr schlecht geht, die so gut wie nichts haben. Ich bin dankbar, in einer Situation zu sein, in der ich anderen helfen kann. Geben gibt.

Was ist HOPE für Dich?

Das sind viele Emotionen gleichzeitig … Freude, Verständnis, Liebe, Zufriedenheit, Dankbarkeit, und vor allem HOFFNUNG.

Welche Werte werden bei HOPE gelebt?

  • Empathie. Anderen Menschen zuhören und ihnen das Gefühl geben, dass sie gesehen werden.
  • Verbindlichkeit. Zu wissen, dass jede Person im Team getroffene Vereinbarungen einhält und ein Mensch dem anderen hilft.
  • Dankbarkeit. Für die kleinen und großen Dinge.

Hast Du ein Lebensmotto?

Eines der entscheidenden Dinge ist es, DANKBAR zu sein. Wenn du andere in irgendeiner Weise dankbar machen kannst, bist du auf dem richtigen Weg.

 

Das Interview führte Verena Glaese.

Benedikt, Supporter der ersten Stunde: Helfen kann so einfach sein

Im Leben sind die einfachsten Ideen oft die besten. Seit der Gründung von HOPE Mallorca unterstützt uns Benedikt mit wöchentlichen Lebensmittelspenden.

Die Doppelbelastung aus Pandemie und Inflation hat auf Mallorca gravierende Folgen. Vor allem für Familien mit kleinen Kindern ist es oft schwer, den Alltag zu meistern. Schockiert von der zunehmenden Bedürftigkeit, erkannte Supporter Benedikt im Mai 2020 den Ernst der Lage. Sein Anliegen, vor Ort zu helfen, führte ihn sofort in den nächsten Supermarkt. Seitdem bringt der Texter und Künstler jeden Mittwochmorgen ein Spendenpaket mit Lebensmitteln in unsere Verteilstation in Santanyi.

Nach wie vor wird jede Unterstützung dringend benötigt: Zwar stehen inzwischen fast alle Abholer wieder in Lohn und Brot. Bei den Meisten reicht das Geld aber nicht zum Leben. Kein Wunder. Denn nach Abzug von Steuern und Abgaben bleiben ca. 1.100 Euro übrig und die Kaltmieten in den Dörfern liegen bei 800 Euro.

 

„Es kann jeden treffen. Und jeder kann helfen.“ – Benedikt Schmidt.

Maismehl, Weizenmehl, Nudeln, Sonnenblumenöl, Reis und Couscous haben einen festen Platz im wöchentlichen Einkaufskorb. Manchmal kommen noch Kichererbsen oder Linsen dazu. Haltbare Grundnahrungsmittel, keine extravaganten Dinge. „Man kann im Kleinen viel verändern“, bringt Benedikt seine Unterstützung auf den Punkt.

 


Wir haben nachgerechnet: Unser Supporter der ersten Stunde
spendet jede Woche Lebensmittel im Wert von rund 14 Euro.

Eine tolle und nachhaltige Eigeninitiative, über die berichtet werden muss.

Vielen Dank, lieber Benedikt, für Dein Engagement und Deine Zuverlässigkeit!

Wenn in jedem Dorf nur 50 Menschen ein Lebensmittelpaket spenden würden, müssten auf der Insel weniger Notleidende hungern.

Du fragst Dich, wie Du helfen kannst? Einfach beim nächsten Einkauf einen zusätzlichen Karton mit Lebensmitteln füllen. Unsere Verteilstationen in Alcudia, Cala Bona, Portocolom, Pollença und Santanyí freuen sich über Deine Spende. Helfen kann so einfach sein.

Benedikt lebt als freiberuflicher Texter, Autor und Musiker in Santanyí: www.benedikt-schmidt.biz

Viel erreicht & noch viel vor | HOPE Mallorca feiert zweiten Geburtstag

Presídium de la Fundación HOPE Mallorca: Juan Santa Cruz Ferrer, Heimke Mansfeld y Bartolomé Canals Adrover

„Ich sehe es als meine Aufgabe, über die Probleme der Menschen auf der Insel zu berichten und zu helfen. Wir können alle beitragen, die soziale Not etwas zu lindern. Einfach anpacken, es ist ganz leicht.“

Heimke Mansfeld,
Gründerin und Präsidentin HOPE Mallorca Fundación

“Solidarität gehört zu meinen Grundsätzen und Werten. Wenn sich viele Menschen engagieren, reicht ein Einsatz in der Größe eines Sandkorns, um ein Ziel zu erreichen. Deshalb helfe ich, indem ich Menschen unterstütze, die Hilfe benötigen – unabhängig von ihrer Religion oder Nationalität. Wo einer isst, können auch drei essen. Und mit der Hilfe vieler kann aus einem Sandkorn eine ganze Burg entstehen.“

Juan Santa Cruz Ferrer,
Vizepräsident HOPE Mallorca Fundación

„Ich war sofort begeistert von der HOPE Mallorca Stiftung und den Menschen, die hinter dieser unglaublichen humanitären Organisation stehen. Die wirtschaftlichen Folgen der weltweiten Pandemie sowie die steigenden Lebenshaltungskosten haben zu einer erheblichen Zunahme der Armut geführt. Diese latente Krise ist auf Mallorca trotz des Aufschwungs im Tourismus weiterhin latent vorhanden. Das zeigt die große Nachfrage von sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, deren Lebensqualität wir verbessern müssen.“

Bartolomé Canals Adrover,
Tesorero HOPE Mallorca Fundación


Im Mai 2022 feiert HOPE Mallorca seinen zweiten Geburtstag. Dank zahlreicher Spenden und freiwilligen Helfer:innen ist das humanitäre Hilfsprojekt inzwischen zu einer starken, nachhaltigen Stiftung gewachsen, die vielen tausenden Menschen hilft, ihren Alltag zu bestreiten.


Anlass, über die bisherige Arbeit der Stiftung zu sprechen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wie sieht die Hilfe aus? Was wurde schon erreicht? Und was steht in den kommenden Monaten an?

Engagement von HOPE Mallorca – ein Überblick

HOPE Hilfe in Zahlen

  • Rund 4.000 Menschen werden monatlich versorgt
  • Ausgabe von 40 Tonnen Lebensmittel im Monat
  • Bisher 15 Familien, die in fester Patenschaft mit Lebensmitteln und Miete unterstützt werden
  • 53 unterstütze Kinder mit Schul- und Lernmaterial
  • Über die Veröffentlichung von Jobangeboten in den Verteilstationen und auf der Website konnte HOPE mehrere Menschen ins Arbeitsleben zurückführen

HOPE Infrastruktur

  • 160-180 ehrenamtliche Helfer:innen
  • 4 festangestellte Mitarbeiter:innen (Sozialarbeiter, Verantwortlicher für die Administration und Finanzielles, Sekretärin, Fahrer)
  • Aktuell 5 Verteilstationen: Alcudia, Cala Bona, Portocolom, Pollença und Santanyí – mobile Versorgung weiterer Familien in Palma, Manacor,und Ca’n Picafort durch das HOPE Mallorca Mobile
  • Zusammenarbeit mit der Banco de Alimentos (europäische Organisation, die Lebensmittel an registrierte Projekte verteilt)
  • Zusammenarbeit mit Lions Club „Comida para todos“ sowie Lidl, Carrefour, Coaliment, Terracor, Carnicas sunyer, Avícola Ballester, die Lebensmittel spenden
  • 1 Onlineshop zum Verkauf mallorquinischer Merchandising-Produkte: Wein, Öl, Korbtaschen und Meersalz http://hope-mallorca.shop/

HOPE Projekte
Armut und Bedürftigkeit sind auf Mallorca eine traurige Realität, die es zu bekämpfen gilt. Gemeinsam mit ihren freiwilligen Helfer:innen unterstützt die HOPE Mallorca Stiftung bedürftige Menschen in aktuell sechs Bereichen (Verteilstationen für Lebensmittel, HOPE Patenschaften, Jobbörse, Medizinische Ausstattung, Hilfe für Geflüchtete). Im laufenden Jahr startet die Stiftung ihr Engagement für mehr Bildungsgerechtigkeit für sozial benachteiligte Schüler:

1. VERTEILSTATIONEN & MOBILE VERSORGUNG
In vier Verteilstationen engagieren sich Freiwillige und verteilen Lebensmittel und Sachspenden.

  • Ziel: Finanziell benachteiligte Menschen mit guten Lebensmitteln ausreichend zu versorgen, damit sie sich ausgewogen ernähren können.
  • Bisher hat HOPE an die 7.000 Menschen unterstützt und hilft derzeit noch 3.800 bis 4.000 Menschen in den fünf Verteilstationen sowie in Palma, Manacor und Can Picafort. Dort versorgt HOPE insgesamt mehr als 98 Menschen mit Lebensmitteln direkt aus dem HOPE Mallorca Mobil.

2. HOPE PATENSCHAFTEN
HOPE Partnerschaften bewahren Familien vor Obdachlosigkeit und Überschuldung.

  • Ziel: Familien mit Kindern und alleinerziehende Mütter mit Kindern davor zu bewahren, in die Obdachlosigkeit zu geraten
  • Von den 15 Familien, die in fester Patenschaft waren, unterstützt HOPE derzeit noch 9 Familien mit Lebensmitteln und Miete. Das sind überwiegend Familien mit Kindern.
  • Bisher hat HOPE 8 Wohnungen gestellt und mit Möbelspenden eingerichtet.
  • HOPE ist stolz darauf, dass die ersten Familien zum 1. Mai die Patenschaften verlassen, weil sie einen Job gefunden haben und sich nach und nach selbst versorgen können. Allerdings ist der Mietspiegel extrem gestiegen. Kaltmieten ab durchschnittlich 700 Euro in den Dörfern sowie
    1.100 Euro in Palma (im Inseldurchschnitt 13,20 Euro für den Quadratmeter Mietwohnung) sind inzwischen Standard. Bei einem Grundeinkommen von 1.000 Euro reicht das Haushaltsbudget nicht bis zum Ende des Monats.

3. HOPE JOBBÖRSE
Eine Jobbörse vermittelt Arbeitslose – auch nach Deutschland.

  • Ziel: Arbeitslose Menschen, die in soziale Not geraten sind, möglichst schnell wieder in eine feste Anstellung zu bringen, damit sie auf eigenen Beinen stehen können.
  • Job-Vermittlung über ein eigenes Portal

4. MEDIZINISCHE AUSSTATTUNG
Medizinische Geräte & Hilfsmitteln für behinderte und kranke Menschen

  • Ziel: Menschen mit Einschränkungen zu helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen (Der spanischer Staat trägt nicht alle notwendigen medizinischen Kosten)
  • Mit Hydraulikbetten aus Deutschland konnte HOPE ältere, pflegebedürftige wie auch jüngere Menschen mit Behinderung unterstützen.
  • 15 Rollstühle hat HOPE vermittelt, darunter auch eine Spezialanfertigung für ein Mädchen, das seit ihrer Geburt auf einen Rollstuhl angewiesen ist.
  • 20 Rollatoren wurden an ältere Menschen vermittelt – auch in Zusammenarbeit mit anderen gemeinnützigen Einrichtungen
  • Finanzierung einer Beinprothese für ein zwölfjähriges Mädchen.

5. HILFE FÜR GEFLÜCHTETE AUS DER UKRAINE
Nach Ausbruch des Kriegs ist HOPE auch Anlaufstelle für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

  • Ziel: Geflüchtete Menschen koordiniert unterzubringen, damit sie später mit ihren Familien zusammengeführt werden können.
  • HOPE sieht die Not der Geflüchteten und stellt die eigene Logistik zur Verfügung.
  • Eine geflüchtete Mutter ist mit ihren beiden Kindern in einer HOPE-Unterkunft untergebracht
  • In den Verteilstationen werden bereits erste Geflüchtete mit Lebensmitteln und Kleidung versorgt.
  • Eine ehrenamtliche Helferin aus der Ukraine unterstützt die Stiftung mit Übersetzungen.
  • Bei den Hilfeleistungen für Geflüchtete arbeitet HOPE zusammen mit dem Consell de Mallorca (Insel rat).

6. NACHHILFE FÜR SOZIAL BENACHTEILIGTE KINDER (ab September 2022)

  • Ziel: Chancengleichheit im Bereich Bildung zu fördern
  • HOPE plant, zum Schulbeginn im dritten Quartal kostenlose Nachhilfestunden und Hausaufgabenbetreuung für sozial benachteiligte Kinder zu ermöglichen.
  • Erste Lehrer sind bereits rekrutiert.

 

Unser Team: Vanesa Priego, Stationsleitung Alcudia und Pollença

Motto:  Lehnen Sie niemals Hilfe ab, wenn man Sie darum bittet, denn morgen könnten Sie derjenige sein der sie braucht!

Wie kamst Du zu HOPE?

Ich wurde von einem staatlichen Sozialarbeiter zu HOPE Mallorca geschickt.

 

Was machst Du bei HOPE?

Ich helfe bei der Ausgabe von Lebensmitteln und bin Stationsleiterin in zwei Stationen von HOPE Mallorca.

 

Was schätzt Du an Deiner Arbeit?

Die Dankbarkeit, die ich empfinde, wenn ich ihnen helfen kann, und die Gesichter der Kinder, wenn ich ihnen eine Schokolade oder ein kleines Geschenk gebe.

 

Ein Erlebnis, dass Dich besonders berührt hat?

Es gibt viele Momente, aber besonders mein eigenes Schicksal, HOPE Mallorca hat mich und meine Familie vor der Obdachlosigkeit bewahrt, mir in der Schwären-Zeit Lebensmittel gegeben, was jetzt dazu geführt hat, dass wir wieder Arbeit haben und meine Tochter ihre Ausbildung beenden kann.

 

Was ist HOPE für Dich?

HOPE Mallorca hat mein Leben verändert. HOPE Mallorca gab mir die Hoffnung, den Lebenswillen und die Kraft zurück, weiter zu kämpfen, als ich keinen Ausweg mehr sah. Wenn HOPE Mallorca mir nicht geholfen hätte, wäre ich nicht in der Lage gewesen, mein Leben wieder aufzubauen und weiterzumachen.

Für mich ist HOPE Mallorca ALLES.

 

 

 

 

 


Unser Team: Joachim Lorenz, ehrenamtlich Fahrer

Motto: „Altruismus ist besser als Egoismus“

Wie kamst Du zu HOPE?

Als Rentner habe ich Zeit, die ich gerne sinnstiftend für Menschen einsetze, die Hilfe benötigen. Und die Zahl in Armut lebender Menschen auf Mallorca ist durch die Corona-Krise leider dramatisch gestiegen. Anfang 2021 recherchierte ich nach Organisationen, die sich für Bedürftige einsetzen. Die Grundidee von HOPE, Menschen zu helfen, die unverschuldet in Armut geraten, hat mich sofort angesprochen.

Ich schrieb eine Mail und dann ging es ganz schnell. Schon ein paar Tage später brachte ich mit meinem Transporter eine Lidl-Spende von Llucmajor nach Santanyí – Weihnachtsmänner und allerlei saisonbezogene Süßigkeiten.

 

Was machst Du bei HOPE?

Ich arbeite als Fahrer. Auf meinen Touren hole ich Spenden für unsere Kunden ab. Mal geht es zur Banco de Alimentos nach Palma und zu verschiedenen Supermärkten, um aussortierte Lebensmittel abzuholen. Mal bringe ich die Spenden zu unseren sechs inselweiten Verteilstationen oder auch zu Kunden, die ihre Wohnung nur schwer verlassen können. An einigen Tagen hole ich Kartoffeln oder Eier von Agrarunternehmen ab. Manchmal fahre ich auch zu privaten Spendern, um Betten, Tische oder sonstige Möbel mitzunehmen. Unglaublich, in welchem Tempo HOPE in einem Jahr gewachsen ist. Auf der ersten Fahrt war ich noch mit meinem privaten Lieferwagen unterwegs, inzwischen hat die Stiftung zwei eigene Kleintransporter.

 

Was schätzt Du an Deiner Arbeit?

Am meisten Freude bereitet es mir zu sehen, wie andere sich über die Spenden freuen. Wenn ich diese Dankbarkeit spüre, weiß ich, dass sich mein Einsatz lohnt. Überhaupt schätze ich den direkten Kontakt und Austausch mit unseren Kunden wie auch den freiwilligen Mitarbeitern in den verschiedenen Stationen.

 

Ein Erlebnis, dass Dich besonders berührt hat?

Eines? Da könnte ich ganz viele nennen. Aber eine Fahrt mit unserem Sozialarbeiter Oscar ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Vor ein paar Wochen sind wir gezielt Brücken in Palma und Arenal abgefahren, unter denen Obdachlose leben. Da die Nächte im Winter sehr kalt sind, hatten wir warme Kleidung, Schuhe und Decken dabei. Es war sehr ergreifend zu sehen, wie viele Menschen in notdürftigen Bretterverschlägen leben müssen, weil ihnen die Wohnung gekündigt wurde.

 

Was ist HOPE für Dich?

Eine geniale Organisation, die zum richtigen Moment am richtigen Platz gegründet wurde, um die Existenz für Menschen in Not zu sichern.

 

 

 

 


Ukraine-Krieg: HOPE Mallorca sucht Wohnraum für Geflüchtete

Die HOPE Mallorca Fundación sucht Menschen, die Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine Wohnraum anbieten. Mit ihrer logistischen Erfahrung engagiert sich die humanitäre Hilfsorganisation als Anlaufstelle für Menschen, die gezwungen sind, aus der Ukraine zu fliehen.

„Der Krieg vertreibt immer mehr Menschen aus ihrer Heimat. Wir stehen alle in der Verantwortung“, erklärt Heimke Mansfeld, Präsidentin der Stiftung. Neben Geld- und Sachspenden benötigen die Ukrainer auf Mallorca aktuell vor allem Wohnraum.“

Als Anlaufstelle wird die HOPE Mallorca Fundación die geflüchteten Menschen registrieren. Dies erleichtert den Zugang zu elementarer Unterstützung und hilft, Familien zusammenzuhalten oder getrennte Kinder mit ihren Familien zu vereinen. Erste Eigentümer, die ihre leerstehende Wohnung für Flüchtlinge bereitstellen, haben sich bereits gemeldet. Die soziale Not auf der Baleareninsel ist nach wie vor alarmierend. Schon jetzt versorgt die Stiftung mehr als 4.000 Bedürftige mit Lebensmitteln. Über Patenschaften werden zehn Familien unterstützt, die ihre Wohnung verloren haben.

 

Wer Wohnraum zur Verfügung stellen oder Geflüchtete bei sich aufzunehmen möchten, kann mit dem volgenden asgefüllten Formular sich direkt melden an: info@hope-mallorca.org oder +34 629204106.

Nur mit der Solidarität und Mithilfe möglichst vieler kann die Unterstützung der steigenden Zahl aus der Ukraine geflüchteter Menschen bewältigt werden. Die HOPE Mallorca Fundación bedankt sich vorab bei allen Helfenden.


Die HOPE MALLORCA Fundación wurde zu Beginn der Pandemie im Mai 2020 gegründet, um die steigende Zahl bedürftiger Menschen zu unterstützen. Heute ist HOPE Mallorca zu einer starken und nachhaltigen Hilfsorganisation herangewachsen, die vielen Tausend Menschen hilft, die Coronakrise zu überstehen.

In sechs Verteilstationen auf der Insel engagieren sich freiwillige Helfer und geben Lebensmittel und Sachspenden aus. Durch HOPE Partnerschaften werden Familien vor Obdachlosigkeit und Überschuldung bewahrt. Mit der Verteilung von medizinischen Geräten und Hilfsmitteln erhalten behinderte und kranke Menschen Unterstützung in der Krise. Seit kurzem vermittelt eine Jobbörse arbeitslose Menschen nach Deutschland.

Seguimos dando esperanza

Para que la ayuda urgentemente necesaria para Mallorca pueda continuar sin interrupciones de personal, ya se ha confirmado oficialmente hoy (17 de enero de 2022) el nuevo nombramiento en el patronato de la Fundación Hope Mallorca. Heimke Mansfeld sigue siendo directora ejecutiva y su esposo Juan Santa Cruz Ferrer y el exbanquero Bartolomé Canals Adrover reemplazaron a Jasmin Nordiek y Sonja Willner en el directorio. Ambos nuevos miembros de la junta no solo estuvieron activos en el período previo a motivar y asesorar a la fundación. Ambos son mallorquines, lo que será más importante que nunca para que HOPE siga siendo una voz fuerte para las personas necesitadas de Mallorca. Estamos muy contentos de haber podido convencerlos en poco tiempo para que aportaran su compromiso y experiencia directamente.

 

 

Blumen mit den allerbesten Wünschen für die persönliche Zukunft an Jasmin Nordiek und Sonja Willner

Foto: de izquierda a derecha Juan Santa Cruz Ferrer – Heimke Mansfeld – Bartolomé Canals Adrover – Sonja Willner.